LaufblogMertesdorf

 

Am 04.05.2013 war es also soweit, mein erster offizieller Lauf über 10km.

Planung:
Ich hatte einigermaßen trainiert (für einen Freizeitläufer, 40-60km/Woche). Meine geplante Zeit, unter 48 min.. Der Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ließen mich darauf schließen, das ein Platz unter den ersten 100 Finishern wohl nicht zur Debatte steht. Ich rechnete also mit einem Platz zwischen 150 und 200 was wohl einem Platz im Mittelfeld entspricht.
Plan war also Hin  zum Lauf, laufen, fertig. Ganz locker.

Realität:
Bereits beim Aufstehen war ich nervös, eigentlich konnte ich sogar schon schlecht einschlafen.
Um 15:00 Uhr machte ich mich dann von Ruwer aus zu Fuß auf den Weg nach Mertesdorf.
Bei meiner Ankunft startete gerade der Bambinilauf. Nach dem Zieleinlauf der 5km Läufer besorgte ich mir zuerst einmal meine Startnummer und den Chip.
Ich hatte jetzt noch gut 1 Stunde bis zum Start. Obwohl ich alleine zum Lauf erschienen bin und ich bis auf einige Ausnahmen auch keinen der Läufer persönlich kannte fühlte ich mich dennoch wie bei Bekannten. Alle sind gut gelaunt, offen, freundlich und dank Facebook sieht man viele der Anwesenden (Profilbilder) tagtäglich und kann vielen Gesichtern sogar Namen und Eckdaten zuordnen.

Dann ist es soweit, Aufstellung zum Start. Ich suche mir einen freien Platz im hinteren drittel. 3..2..1..Go oder auch nicht, eine Zeit lang bewegt sich gar nichts, dann langsames gehen bis zur Chipschranke, dann schnelles gehen und Traben mit dem Strom. Ich rechne jede Sekunde damit das die Masse das Tempo anzieht, vergebens. Ich bin verwundert über das gleichbleibende „Trab-Tempo“ und mir ist nicht so ganz klar wie ich mich jetzt verhalten soll. Die Geschwindigkeit finde ich zwar angenehm aber nicht geeignet um meine geplante Zeit einzuhalten. Der Weg ist voll und eng. Um meinen Rhytmus zu finden müßte ich mich seitlich auf dem Graßstreifen  vorbeidrängeln, was eigentlich meiner höflichen Art wiederspricht. Ich geb mir also einen Ruck und versuche mein Glück auf der „Aussenbahn“. Leider bin ich nicht der einzige mit der Idee und so heißt es noch bestimmt einen weiteren Kilometer, Gas geben und bremsen im Wechsel.
Irgendwann ist dann endlich Platz und man kann so Laufen wie man möchte auch wenn es ohne GPS und Pulsuhr schwer ist die richtige Pace zu Laufen.
An der Versorgungsstation vor dem Wendepunkt schnapp ich mir einen Becher Wasser, obwohl es eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Da ich während des Laufens noch nie aus einem Becher getrunken habe, bekomme ich auch nur ein kleines bisschen des Wassers wirklich in den Mund allerdings gerade genug um mich ordentlich daran zu verschlucken (Merke: Üben oder Lassen). 
Dann der Wendepunkt, ein Blick auf die Uhr, knapp 26 min.. Toll, zu langsam. Ich ziehe also das Tempo an und versuche doch noch meine Zielzeit zu erreichen. Der Rückweg läuft wirklich gut, ich kann ordentlich Tempo machen und dieses auch bis ins Ziel halten.
Am Ende stehen 46:50 min. auf der Uhr. (Hinweg-25:45  / Rückweg-21:05).

Obwohl die Zeit eigentlich wie geplant ist, bin ich unzufrieden. Der Hinweg war viel zu langsam und im Ziel hatte ich noch Reserven.

Gelernt für den nächsten Lauf:

1. versuchen beim Start weiter vorne zu stehen

2. konstante Pace nach GPS und/oder Puls

3. nichts Trinken oder vorher üben

4. unter 45 min. bleiben

Urkunde Riesling Lauf

 

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