LaufschuheTestsTrailschuhemizuno_wave_hayate2_33

Mizuno hat seinen leichten, flachen Hayate Trailschuh leicht überarbeitet und mit neuen Farben versehen. Den Vorgänger laufe ich sehr gerne und schätze besonders seine direkte, dynamische Art und seine Leichtigkeit.

 

Ob die Überarbeitungen auch Verbesserungen sind und ob oder für Wen sich die Neuanschaffung oder ein Update lohnen wird sich zeigen.

 

Testfacts
Tester: Patrick

Testläufe: 8-21km (56km) ; Waldwege, Singletrails, Weinberge, Asphalt ; nass und trocken

Testzeitraum: ca. 3 Wochen

Details zum Schuh

Modell: Hayate 2
Namensherkunft: 
Hayate ( はやて ) ist  japanisch und bedeutet “Sturmwind” oder “frischer Wind”. Auch bekannt ist Hayate als Name für Charaktere bei “Dead or Alive”, “Streetfighter” und “Naruto”
Kategorie: Trail/Wettkampf
Sprengung (Höhendifferenz Vorfuss/Ferse): 8mm (unbestätigt)
Gewicht:
250gr. Männer ; 215 Women ; bei mir 286 gr. (Größe 45)
Preis:
120€
Technologien:

Mizuno Wave Hayate 2 im Test

X10

Für Langlebigkeit und mehr Traktion. Abriebfeste Außensohle auf Basis einer Karbon-Gummimischung.

Mizuno Wave Hayate 2 im Test

AIRMESH

Atmungsaktiv und kühlend. Dank AIRmesh Obermaterial sind Mizuno Laufschuhe atmungsaktiv und schützen die Füße vor Überhitzung.

Mizuno Wave Hayate 2 im Test

AP+

Mit ap+ hat Mizuno ein Zwischensohlenmaterial entwickelt, das verbesserte Haltbarkeit und Fähigkeit zur Rückstellung bietet. Dadurch werden Lebensdauer und Komfort des Schuhs erhöht, ohne zusätzliches Gewicht zu verursachen.

Mizuno Wave Hayate 2 im Test

XTARIDE

XtaRide ist Mizunos neueste Trail Technologie. Dank Xtatic Lugs und Xtatic Grooves können sich unsere Trailschuhe perfekt an den jeweiligen Untergrund anpassen und Körper und Gelände perfekt aufeinander abstimmen.

Mizuno Wave Hayate 2 im Test

WET TRACTION

Gummisohle mit eingearbeiteten Fasern aus Kunstleder für optimale Traktion auf nassem Untergrund.

 

Optik / Haptik
Optisch hat Mizuno den Hayate 2 nicht mehr ganz so extravagant gestaltet wie seinen Vorgänger. Dennoch setzen, sowohl das Männermodell, als auch das Frauenmodell farbliche Akzente und fallen durchaus auf. Warum die Männer rot und die Frauen blau bekommen weis wahrscheinlich nur Mizuno, mir persönlich gefällt das blaue Modell nämlich viel besser. Der Schuh liegt schön leicht in der Hand und lässt sich für einen Trailschuh sehr gut flexen. Die Verarbeitung ist, trotz einiger sichtbarer Klebestellen, tadellos. Mizuno Wave Hayate 2 im Test
Vergleich Hayate und Hayate 2
Im Gegensatz zur optischen Veränderung beschränkt sich Mizuno bei den techn. Änderungen auf kleine Verbesseruungen, bei einem guten Schuh wie dem Hayate durchaus eine gute Taktik. Der Aussensohlen-/ und Mittelsohlenbereich blieb unverändert. Das Obermaterial wurde über die gesamte Schuhoberfläche geändert. Der Zehenschutz wurde etwas verbessert und besteht nun aus einem dickeren Leder Overlay. Der Schaft ist besondersan der Ferse nun etwas niedriger geschnitten, was evtl. Probleme mit Scheuerstellen an den Knöcheln und Probleme mit der Achillissehne verhindern kann, wobei ich beim Vorgänger nie solche Probleme hatte. Bei der Reduzierung des Gewichtes ist irgendwann mal Schluss, Der Hayate 2 ist aufgrund der Änderungen 10gr. schwerer als sein Vorgänger, ein Unterschied den wirklich nur die Waage erkennt.
(der Hayate 1 auf den Vergleichsbildern hat bereits einige hundert Kilometer auf den Sohlen und wurde nicht gereinigt 🙂 )

Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test Mizuno Wave Hayate 2 im Test

Laufen mit dem Hayate 2
Mizuno ist einer der Hersteller, welche die Passform relativ konstant halten. Der Einstieg in den Hayate sowie die Passform rufen also bei allen Mizuno Läufern ein gewohntes Gefühl hervor. Das Laufgefühl entspricht dem des Vorgängers. Der Schuh ist schön flach und bietet eine super Rückmeldung vom Untergrund. Die Dämpfung bietet keine Sofaathmosphäre sondern ist schön straff. Deshalb hat man aber auch das Gefühl das hier nichts an Kraft oder Energie durch die Dämpfung verloren geht. Einige Kilometer auf dem Asphalt sind kein Problem, aber erst abseits der Straße macht der Hayate 2 richtig Spaß. Besonders wenn es trocken ist glänzen die Eigenschften des Hayate 2 absolut. Waldwege, Weinberge, Wiesen und Singletrails machen bergauf und bergab absolut Laune und der Hayate 2 verleitet immer wieder zum Gas geben. Bei nassen Trails schlägt sich der Schuh ordentlich, auch Kurven und Bergläufe sind dann noch gut möglich. Bei Bergabläufen auf nassen Trails oder Wiesen ist für Fersenläufer vorsicht geboten, wie auch schon der Vorgänger schwächelt der Hayate 2 hier etwas.
Auch für Läufe jenseits der 30km ist der Hayate 2 einsetzbar. Belüftung und Trocknungszeit des Schuhs sind ausgezeichnet.
Dämpfung
Die Dämpfungseigenschaften entsprechen genau denen des Vorgängers. Für alle die den Vorgänger nicht kennen bedeutet das, die Dämpfung genau das bietet was man von einem leichten Trailschuh erwartet. Die Dämpfung ist schön straff, bietet sehr gute Rückmeldung vom Untergrund, dämpft aber genügend um auch mal einige Asphaltkilometer zu absolvieren. Für Ausflüge im Wald oder Door to Trail genau die richtige Mischung aus Direktheit und Komfort. Der Hayate kann durchaus auch für Trailmarathons eingesetzt werden. Mizuno Wave Hayate 2 im Test
Grip / Protektion
Wie auch bei der Dämpfung, hat Mizuno die Aussensohle nicht verändert. Auch wenn ich mit dem Grip des Hayate eigentlich ganz gut zurecht komme, hätte ich einige kleinere Änderungen erwartet. Aufgrund der geringen Stollengröße ist der Hayate kein Schlammschuh. Auf trockenen Trails finde ich den Grip des Hayate sehr gut, hier kann man sich bei jedem Schritt auf den Schuh verlassen. Bei nässe macht der Schuh solange eine gute Figur bis der Untergrund zu weich und zu tief wird. Auf nassen Steinen ist der Grip, Trailschuhtypisch etwas zu schwach.
Eine Änderung hätte ich mir an der Ferse gewünascht, obwohl ich als Mittel-/Vorfussläufer bergab gut mit dem Hayate klar komme finde ich den Grip auf nassen Trails bei provoziertem Fersenlauf besonders bergab einfach zu schwach.Mizuno Wave Hayate 2 im Test
Da der Hayate zu den sehr leichten Trailschuhen gehört verzichtet Mizuno auch auf einen extra Durchtrittschutz und auf eine feste Zehenkappe. Im Rückfussbereich ist jedoch die WavePlate aus Kunststoff verbaut womit ein Durchdrücken von Steinen hier praktisch unmöglich ist. Im Vorfussbereich können sich spitze Steine schonmal unangenehm durchdrücken, was bei einem so flachen und leichten Schuh aber absolut zu erwachten und zu verkraften ist.
Der Praktisch nicht vorhandene Zehenschutz des Hayate wurde nun durch ein dickeres Lederoverlay ersetzt und bietet somit zumindest ein Grundmaß an Sicherheit.Mizuno Wave Hayate 2 im Test
Fazit
Wenig überraschend hat Mizuno mit dem Hayate 2 mal wieder einen guten Schuh produziert, welcher seinem Einsatzzweck absolut gerecht wird. Der Hayate bedient die gleiche Klasse wie z.b. der Puma Faas 300 TR und sollte nicht mit alpintauglichen Trailschuhen wie z.B. dem Dynafit Feline SL verglichen werden. Der Hayate 2 ist ein leichter, direkter Door to Trail und Waldlaufschuh mit dem man sehr schnell und dynamisch unterwegs sein kann. Tiefer Matsch ist zwar nicht seine Stärke, ansonsten bietet der Hayate aber guten Grip auf fast allen Belägen. Bei einer UVP von 120€ ist der Hayate sein Geld absolut Wert.

 

 

 

Mizuno Wave Hayate 2

120
Mizuno Wave Hayate 2 im Test
8.1428571428571

Dämpfung Vorfuss

8/10

    Dämpfung Ferse

    8/10

      Grip lose Beläge

      9/10

        Grip Asphalt nass

        7/10

          Passform

          9/10

            Dynamik

            9/10

              Preis-/Leistung

              9/10

                Stärken

                • straffe, direkte Dämpfung
                • flacher Sohlebnaufbau
                • gute Passform
                • gute Belüftung
                • schnelle Trocknung
                • cooles Design

                Schwächen

                • Grip an der Ferse könnte besser sein
                • Grip auf nassen, glatten Belägen könnte besser sein (Trailschuhproblem)

                4 Kommentare

                  • ich habe extra für dich nachgemessen Martin, die Frage ist immer wo genau fängt die Zehenbox an, wo Sie aufhört ist klar :-). Messe ich von der vorderen Spitze bis zum ersten Overlay der Schnürung, dann ist die Zehenbox beim Hayate 2 wirklich 2mm länger, du Adlerauge :-).

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