Mizuno bringt mit dem Hayate 3 nun sein neustes Update des dynamischen Trailschuhs auf den Markt.

Wie bereits einige andere Mizuno Trail Modelle, bekommt auch der neue Hayate 3 eine Außensohle des bekannten Reifenherstellers Michelin, welche den Grip deutlich verbessern soll.

Die beiden Vorgänger des Hayate 3 laufe ich sehr gerne und schätze an Ihnen besonders die Leichtigkeit und Dynamik. Ob Mizuno den Hayate mit dem Update noch weiter verbessern konnte und ob oder für wen der Trailschuh geeignet ist wird der folgende Bericht zeigen.

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Testfacts

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im TestTester: Patrick Salm

Testzeitraum: ca. 4 Wochen

Modell: Wave Hayate 3

Kategorie: Trail

Technologien: ESS Rock Plate, Wave Plate, X Lungs, Michelin Aussensohle

Farbe: Dark Shadow / Clownfish / Black

Sprengung: ca. 6 mm (unbestätigt)

Gewicht: 280gr.

Preis: 120€

Optik/Haptik

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Der Hayate 3 ist sofort als Mizuno Laufschuh zu erkennen. Das Design ähnelt den anderen Modellen des Herstellers und ist nicht mehr ganz so extravagant wie beim 1. Hayate. Damit wird der Schuh bestimmt einer sehr breiten Masse optisch gut gefallen. Der Schuh ist in Deutschland in je 2 Farbvarianten für Damen und Herren erhältlich, wie bei Mizuno üblich sind weitere Farbkombinationen in anderen Ländern verfügbar.
Die Materialien entsprechen weitgehend denen vom Vorgänger bekannten, die Zwischensohle inkl. der Mizuno Wave Plate blieben ebenfalls weitgehend vom Update verschont.
Für den optimalen Grip soll nun eine Michelin Außensohle sorgen.
An der Verarbeitung gibt es wieder einmal nichts zu bemängeln, alle Nähte und Klebestellen sind ordentlich verarbeitet und die Materialien machen allesamt einen hochwertigen Eindruck.

Hayate 1

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Hayate 2

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Laufen mit dem Hayate 3

Im Hayate 3 fühlt man sich sofort wohl, der Schuh hat eine schön schmale Passform und hält den Fuß auch ohne feste Schnürung genau da wo er bleiben soll. Der Hayate 3 ist zwar nicht eng, aber so wie es sich für einen Trailschuh gehört ist er etwas „figurbetonter“ geschnitten als seine Mizuno Straßengeschwister.
Zum Vorgänger hat der zwar Schuh 30gr. an Gewicht zugelegt (ich vermute mal das die Michelin Außensohle der Grund dafür ist), das zusätzliche Gewicht ist allerdings selbst im direkten Vergleich mit dem Hayate 2 absolut nicht spürbar.
Das Laufverhalten entspricht  ziemlich genau dem des Vorgängers und das ist auch gut so. Mir persönlich macht der Hayate seit der 1. Generation absolut Spaß. Die relativ flache Sohlenkonstruktion und die ~6mm Sprengung vermitteln einen sehr dynamischen Eindruck. Der Hayate 3 rollt gut ab und läuft sich absolut neutral ohne einen bestimmten Laufstil zu provozieren. Schnelle Vorfußläufer werden sich mit dem Hayate genau so schnell anfreunden wie Fersenläufer. Den Hayate kann man absolut als Allrounder bezeichnen. Lange Strecken auf Asphalt sind mit Ihm ebenso gut zu laufen wie anspruchsvolle Fels- oder Wurzeltrails. Die Rückmeldung vom Untergrund ist schön direkt und der Schuh setzt einfach jede Bewegung direkt um.

Dämpfung

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im TestDie Dämpfung des Hayate 3 ist genau so wie ich mir eine Trailschuh Dämpfung vorstelle. Der Hayate ist kein Sofa, keine Wolke, aber auch kein Stein. Ich würde die Dämpfung als „straff“ bezeichnen, damit bleibt die Rückmeldung vom Untergrund bestmöglich erhalten und ein Energieverlust beim Abdruck ist nicht spürbar. Lange Asphaltläufe machen mir mit dem Hayate überhaupt keine Probleme, obwohl man die Dämpfung kaum spürt und der Fuß nicht merklich in die Zwischensohle eindringt werden harte Stöße ordentlich gedämpft und schnelle auch schnelle Downhills auf harten Belägen sind mit dem Hayate 3 angenehm laufbar.

Grip

Die größte Überraschung beim Hayate 3 ist die Michelin Außensohle. Da ich bereits einige Schuhe mit Michelin Außensohlen getestet habe und der Grip dabei immer deutlich schlechter als bei den Konkurrenten von Vibram oder Continental war, rechnete ich auch beim Hayate mit einem Grip auf mittlerem Niveau. Im Gegensatz zu den meisten anderen Testschuhen hatte ich beim Hayate 3 sogar die Gelegenheit Ihn im Schnee (wenn auch nur ein paar Zentimeter 🙂 ) und auf Eis zu testen. Im Schnee krallt der Schuh sich schön fest und man rutscht weder bergauf/bergab noch beim Kurven laufen. Sogar auf Eis machte die Michelin Außensohle eine gute Figur, für einen Schuh ohne Spikes konnte ich erstaunlich gut auf dem Eis laufen.
Auf den Trails leistet sich der Hayate 3 keinerlei Schwächen, besonders auf nassen felsigen oder wurzeligen Abschnitten ist der Grip absolut genial und man kann sich wirklich darauf verlassen das der Schuh genau da bleibt wo man Ihn aufsetzt.
Noch mehr als der Grip im Gelände hat mich der Grip auf nassen glatten oder schmierig moosigen Belägen überrascht.
Da die Auflagefläche der Sohle bei Trailschuhen auf die kleine Fläche der Stollen reduziert ist, sind Einbußen beim Grip auf glatten Belägen physikalisch nicht zu vermeiden, Mizuno/Michelin steuert allerdings mit einer hervorragenden Gummimischung dagegen.
Der Grip des Hayate 3 auf nassem Kopfsteinpflaster, Schiefer, Wurzeln oder glatten bemoosten Flächen gehört mit zum Besten was ich bisher getestet habe.
Am Beispiel des Hayate kann man aber auch wieder sehen wie unterschiedlich die Leistungen vermeintlich gleicher Produkte bzw. Produkte des gleichen Herstellers doch sein können. Der Grip des Hayate 3 übertrifft andere Produkte mit Michelin Außensohlen bei weitem und das gilt auch für den Mujin3, sozusagen der große Bruder des Hayate 3.

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test

Protektion/Atmungsaktivität/Nässeschutz

Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im TestDer Hayate 3 gehört zur Kategorie der eher leichtgewichtigen Trailschuhe, dementsprechend ist der Schutz auch nicht ganz so ausgeprägt wie bei den schweren, stabilen Schuhen. Der Zehenschutz besteht lediglich aus einem stabilen Leder Overlay, wie es auch bei den meisten „normalen“ Schuhen Standard ist.
Deutlich besser ist der Durchtrittschutz. Hier verwendet Mizuno eine zusätzliche leichte „Platte“ in der Zwischensohle, die sogenannte „Rock Plate“. Läufe über spitze Steine sind damit deutlich angenehmer  🙂 .
Ein Nässeschutz in Form einer GTX Membran oder ähnlichem Material sind im Hayate nicht vorhanden. Die Atmungsaktivität des Mesh liegt im Durchschnitt und ist weder zu „dicht“ noch zu „offen“ der Hayate ist also im Sommer wie im Winter gut zu laufen.

Gallerie

Fazit

Mizuno hat es wirklich geschafft den Hayate 2 nochmal deutlich zu verbessern. Der Hayate 3 kann mich auf ganzer Linie überzeugen. Der Grip der Michelin Außensohle ist auf allen Belägen extrem gut und gehört besonders auf nassen, glatten Belägen mit zum Besten was ich bisher getestet habe.
Wie bereits seine Vorgänger ist auch der Hayate 3, dank flacher Sohlenkonstruktion und geringer Sprengung sehr dynamisch und rollt sehr gut ab.
Für 120€ bekommen Vorfußläufer und Fersenläufer gleichermaßen einen absoluten Allrounder mit Grip ohne Ende der auf allen Untergründen und in allen Geschwindigkeiten einen super Job macht. 

Der Hayate 3 wurde mir auf Nachfrage von Mizuno zur Verfügung gestellt, was die Objektivität dieses Berichtes jedoch in keinster Weise beeinflusst. 

Mizuno Wave Hayate 3

120
Mizuno Wave Hayate 3 Trailschuh im Test
8.9666666666667

Optik/Style

9/10

    Dämpfung

    9/10

      Grip lose Beläge

      9/10

        Grip Asphalt

        9/10

          Passform

          9/10

            Preis-/Leistung

            9/10

              Stärken

              • guter Grip auf allen Belägen
              • gute Passform
              • <6mm Sprengung
              • leicht und flexibel
              • fairer Preis
              • straffe Dämpfung

              Schwächen

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