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Um zukünftig unnütze Kritik und Diskussionen über meine Testberichte zu vermeiden, hier ein paar Punkte die evtl. etwas zur Klärung beitragen:

1. Wer testet und wie wird getestet?

wie die meisten meiner Blogleser bin auch ich ein Hobbyläufer. Ich laufe regelmäßig und habe Spaß am Laufen. Ich habe weder ein Testlabor noch sind meine Berichte das Ergebnis umfangreicher Studien. Meine Berichte beruhen auf meinen subjektiven Erfahrungen mit den jeweiligen Produkten. Dennoch bin ich der Meinung das ich mit meiner Einschätzung sehr oft mit vielen anderen Läufern und Bloggern übereinstimme.

2. Was wird getestet, warum sind die Ergebnisse meist so gut?

Einige Male hörte ich bereits sarkastische Bemerkungen und Kommentare zu meinen meist sehr positiven Ergebnissen bei den Produkttest. Manche meinten auch „du magst auch alles“, das hat einen relativ gut nachvollziehbaren Grund:
Fast alle Produkte die ich teste habe ich entweder nach Recherche selbst gekauft oder explizit beim Hersteller bzw. dessen PR Agentur angefordert. Dem entsprechend teste ich in der Regel Produkte von denen ich schon im Vorfeld der Meinung bin Sie würden zu mir passen und oft habe auch Ich bereits Erfahrungsberichte der Produkte gelesen.
Mir ist auch noch kein Testprodukt aufgefallen welches in anderen Blogs ein komplett anderes Ergebnis erzielt hat als bei Mir. Die Ergebnisse sind also nicht willkürlich.

3. Werden Berichte bzw. die Ergebnisse gekauft?

Auch wenn einige böse Zungen das behaupten, ich bekomme kein Geld von Niemandem. Viele Testprodukte habe ich selbst gekauft und viele muss ich nach dem Testzeitraum auch wieder zurück senden. Ob ich Produkte nach dem Test behalten darf oder nicht hat keinen Einfluss auf das Ergebnis.

4. Vergleichbarkeit der Ergebnisse

Je mehr Produkttests ich durchführe, desto stärker wird mir selbst der Schwachpunkt meines Systems bewusst.
Beim Test eines Produktes welches mich ohne Einschränkungen voll überzeugt vergebe ich dementsprechend viele Punkte. Eigentlich müsste ich wenn ich restlos zufrieden bin 100 Punkte vergeben. Bei nachfolgenden Produkten welche in entsprechenden Disziplinen dann noch besser sind bleibt dann allerdings kein Spielraum für Steigerung mehr. Das hat zur Folge das die Punkte nicht hundertpro vergleichbar sind. Was vor einem Jahr noch 90 Punkte waren wären vielleicht heute nur noch 75. Dieses Problem betrifft allerdings nicht nur mich sondern alle Blogs welche mit Punkt- oder Notenbewertungen arbeiten.
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Warum dieser Bericht?

Der Nightfox ist trotz gutem Preis und guter Performance recht unbekannt. Im Gegensatz zu meinen anderen Adidas und Asics Schuhen findet man beim Nightfox kaum Tests oder Meinungen und das will ich ändern.

Wie ich zum Nightfox kam?

Klar war nur es musste ein Winterlaufschuh her. Meine Kriterien: Wasserabweisend, Flexibel, Trail Sohle, Neutral aber dennoch Stabil, genügend Dämpfung auch für die langen Ausflüge.
Neben Vergleichen der „üblichen Verdächtigen“ wie den Asics Fuji Modellen Ghost GTX, Supernova Riot usw. stieß ich irgendwann auf den Nightfox. Die Optik und die techn. Merkmale gefielen mir auf Anhieb.
Der Preis von Puma 110€. Das geht eigentlich voll in Ordnung, allerdings fand ich den Schuh nach kurzer Suche für 59,90€. Obwohl mich dieser Preis erstmal ein wenig misstrauig machte gab ich dem Schuh eine Chance und bestellte Ihn.

Erster optischer Eindruck und Anprobe?

Nach dem ersten Auspacken gefiel mir der Schuh noch viel besser als auf den Fotos. Er fühlte sich für einen Trailschuh sehr leicht an. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck.
Die Sohle schreit förmlich nach einer Herausforderung was die an einigen Stellen  durchschimmernde Rockplate noch unterstreicht. Die Sohle ist allerdings trotz Ihrer Stabilität erstaunlich Flexibel.
Der Schaft des Schuhs lässt direkt erkennen, dieser Schuh ist nichts für warme Sommertage.
Schaft und Innenschuh sind warm und flauschig.
Der Eindruck nach dem ersten reinschlüpfen, WOW, wie warm und weich.
Die Passform ähnelt sehr stark meinen Adidas Modellen, die Schuhe sind perfekt für Läufer mit schmalen Füßen.
Die Dämpfung ist „Trailtypisch“ recht fest  aber genügend und schön direkt.

Erstes Lauferlebnis?

So der erste Härtetest, als Strecke habe ich mir eine Mischung aus Asphalt, Weinberg  und Wald ausgesucht. Der Belag ist auf allen Strecken Nass bis Matschig. Die Strecke ist 18 KM lang und es geht bergauf und bergab.
Ich mache mich fertig und Schlüpfe ich meine Schuhe. Man fühlt sich sofort wohl und ich freue mich darauf endlich loszulaufen.
Die ersten 4km laufe ich auf Asphalt. Man glaubt nicht das man hier eigentlich einen Trailschuh an hat. Ich komme sofort in meinen Rhythmus, der Schuh ist leicht und rollt super ab. Selbst bei  angezogenem Tempo (Pace um die 4) leistet er sich keine Schwächen. Auch der Grip auf nassem Asphalt ist für eine so stark profilierte neue Sohle OK.
Die nächsten Kilometer geht es von Kasel auf dem Saar-Hunsrück-Steig  recht steil aufwärts. Der Untergrund besteht aus aufgeweichtem teilweise sehr matschigen Waldboden mit einer ordentlichen Schicht nasser Blätter bedeckt. Der Grip ist der Wahnsinn. Man fühlt sich absolut sicher und Schuh macht was er soll. Nach einigen weiteren Asphalt Abschnitten wechsle ich auf einen recht groben Weinbergsweg. Die großen Pfützen lasse ich bewusst aus da der Schuh ja nicht Wasserdicht ist.
Der Lauf über teilweise recht große, spitze Steine bereitet dem Schuh keinerlei Probleme. Der Fuß wird immer optimal gestützt und kein Stein drückt sich durch die Sohle.
Danach geht es den Waldweg wieder abwärts und egal wie schnell man wird man verliert nie die Kontrolle.
Die letzten Asphalt Kilometer gebe ich nochmal richtig Gas weil der Schuh einfach Spaß macht.
Apropos, sogar meine Füße sind noch trocken.

Fazit:

Dieser Bericht spiegelt meine Eindrücke wieder, ich wiege 72Kg und laufe Neutral.

Der Nightfox begeistert mit Zuverlässigkeit. Er ist relativ leicht, bequem, flexibel, stabil, direkt und hat einen sagenhaften Grip auf Schnee und Matsch. Auf nassen Steinen/Fels schwächelt die Sohle etwas, wie bei fast allen Trailschuhen üblich.
Der Preis von 59€ ist wirklich absolut geschenkt für diesen Schuh.
Der Schuh ist allerdings nichts für Läufer mit breiten Füßen oder Läufer die eine breite Zehenbox bevorzugen.
Nach einigen hunderten Kilometern kann ich der Sohle eine extreme Standfestigkeit und geringen Abrieb bescheinigen.

Bewertung
[popup text="Anmerkung" header="Anmerkung zur Bewertung" animate="true"]
- Der Maximalwert der Bewertungsskala ist 100
- Unter "Dämpfung" verstehe ich wie gut Stöße absorbiert werden, nicht wie weich der Schuh ist
- Unter "Halt" verstehe ich ob der Fuss fest sitzt oder sich im Schuh bewegt was zu Scheuerstellen oder Blasen führen kann
- "Spassfaktor" ist eine nicht greifbare Größe welche angibt wieviel Spass mir persönlich der Schuh beim Laufen macht
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[raw]
[one_half]
Dämpfung Vorfuss (65)
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Grip Matsch/Schnee (85)
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Halt Mittelfuss (75)
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[/one_half]
[one_half last]
Dämpfung Ferse (70)
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Grip Asphalt Nass (50)
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Halt Ferse (65)
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[/one_half]
[clear]
[/raw]
Spassfaktor (65)[progress_bar percent="65" striped="true" animate="true"]

[alert style=“success“]- guter Grip auf losem Untergrund
– sehr guter Durchtrittschutz
– ordentliche Dämpfung auch für Asphalt
– idealer Winterschuh durch warmes Futter[/alert]

[alert style=“danger“]- Lauf-/Bodengefühl könnte direkter sein
– Grip auf nassem Asphalt/Schiefer könnte noch besser sein
– relativ schwer[/alert]

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