Über Nahrungsergänzungsmittel, deren Sinn und ihre Wirkung kann man immer endlos diskutieren, bei körpereigenen Aminosäuren wie L-Arginin sieht das allerdings etwas anders aus, denn die Wirkungsmechanismen sind unumstritten belegt und gut erforscht.

Grundsätzlich probiere ich gerne alles selbst aus bevor ich einfach auf einen Meinungszug aufspringe.

Im folgenden erkläre ich Euch mal ein wenig was genau L-Arginin ist, wie es wirken soll und ob oder wie es bei mir wirkt.

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L-Arginin, die hochgelobte Super Aminosäure im Selbstversuch – PSBlog

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Die Arginin Base von Golden Peanut ist examplarisch und wurde von mir selbst gekauft

Grundsätzliches über L-Arginin

L-Arginin ist eine proteinogene, semi-essentielle Aminosäure. Sie wird vom Körper selbst produziert, die Produktion reicht jedoch nicht aus, um den körperlichen Bedarf zu decken. Aus diesem Grund ist es wichtig eine gewisse Menge L-Arginin durch bestimmte Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Enthalten ist L-Arginin zum Beispiel in Erbsen, Reis oder Lachs. Es ist also relativ einfach seinen Ernährungsplan so auszurichten, dass der Bedarf von L-Arginin ausreichend gedeckt wird.

Zu den wichtigen semi-essentiellen Aminosäuren gehören ausserdem noch Asparagin, Cystein, Glutamin, Glycin, Prolin und Tyrosin (über Tyrosin werde ich in nächster Zeit noch einen eigenen Artikel verfassen).

L-Arginin erfüllt im Körper zahlreiche lebenswichtige Funktionen und ist aufgrund seiner Struktur sehr variabel einsetzbar.
Es besitzt 4 Stickstoffgruppen und ist damit die Stickstoff reichste Aminosäure. Im Körper kann es zu Stickstoffoxid (NO) umgewandelt werden. Stickstoffoxid erweitert unter anderem die Gefäße und führt dadurch zu einer bessereren Aufnahme von Nährstoffen, es wirkt antibakteriell und kann die Zellwände leicht durchdringen um gegen eintretenden Infektherde zu kämpfen, es fördert die Ausschüttung wichtiger Hormone in der Hirnanhangdrüse und der Bauchspeicheldrüse, es wirkt Blutdruck regulierend und wird bei Diabetis, Potenzstörungen, schlechter Spermaqualität, Angstzuständen und vielen weiteren Erkrankungen eingesetzt.
Über die genaue Dosierung sind sich die Studien nicht wirklich einig, man geht jedoch davon aus das die ideale Dosis bei ca. 3g-5g (Verbesserung der Spermaqualität bereits ab ca. 0,4g) täglich liegt. Nebenwirkungen gibt es bei L-Arginin praktisch nicht, trotzdem wird von Dosen über 10g eher abgeraten. Viele Bodybuilder berichten jedoch von langzeitigen Einnahmen von täglich 15g und mehr ohne jegliche Nebenwirkungen.

Verschiedene Arten von L-Arginin

L-Arginin ist im Netz in verschiedenen Formen verfügbar, ob es sich dabei dann um Pulver, Tabletten oder Kapseln handelt ist eigentlich zweitrangig. Bei Kombiprodukten sollte man natürlich auf die tatsächliche Wirkstoffmenge achten.
Meist wird L-Arginin in einer der 3 folgenden Formen angeboten, es gibt auch noch ein paar andere chem. Verbindungen (Malat, Esther) welche aber eher selten verwendet werden.

Base

Arginin Base besteht zu ca. 98,5% bis 100% aus L-Arginin und verfügt über einen basischen pH-Wert zwischen 10,5 und 12. Die Base wird meist nur als Pulver angeboten und schmeckt ein wenig wie Seife. Ich würde die Base am ehesten als „reines“ L-Arginin bezeichnen. Die Base wird meist durch Fermentation von z.B. Gerste gewonnen und ist damit oft rein pflanzlich. Ausserdem hat die Base eine hohe Bioverfügbarkeit.

Hydrochlorid (HCL)

Das L-Arginin HCL reagiert im Körper sauer, da es im Salz der Salzsäure (HCL-Hydrochlorid) gebunden ist. Es besteht meist lediglich zu 70% bis 80% aus L-Arginin und weist einen pH-Wert zwischen 6 und 6,5 auf.
Meist wird Arginin HCL aus tierischen Produkten wie z.B. Entenfedern gewonnen und hat eine schlechtere Bioverfügbarkeit als die Base.

Alpha-Ketoglutarat (AKG)

AAKG ist eine Verbindung von L-Arginin mit Alpha-Ketoglutarat. Alpha-Ketoglutarat ist ein Zwischenprodukt im Citratzyklus, einer bedeutsamen Möglichkeit des Körpers um Energie zu produzieren. Wird AKG eingenommen involviert es sich in diesen Zyklus und anschließend werden Energie sowie die Aminosäure L-Glutamin produziert. L-Glutamin ist ein wichtiger Baustein der Muskeln. In kurzer Zusammenfassung bedeutet dies, dass L-Arginin-Alpha-Ketogultarat (AAKG) die Vorzüge beider Vitalstoffe kombiniert und somit synergistisch wirkt.

Da ich bereits alle 3 Arten ausprobiert habe, kann ich sagen das die Base bei mir wesentlich besser als HCL oder AKG wirkt.

Einsatzgebiet

Wann, von wem und warum sollte das Produkt angewendet werden

L-Arginin hat unzählige Einsatzmöglichkeiten und verschiedenste Aufgaben im Körper.
Im folgenden werde ich mal auf 3 Einsatzgebiete etwas näher eingehen.

Gesundheit:

Mit Sicherheit das wichtigste und größte Einsatzgebiet von L-Arginin ist die Gesundheit. Inzwischen gibt es jede Menge L-Arginin Studien über unterschiedliche Körperfunktionen von denen fast alle die positiven Effekte der Aminosäure bestätigen.

Als praktisch erwiesen gilt das L-Arginin die Wundheilung und die Heilung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber, der Niere und des Magen-Darm-Trakts verbessert. Unumstritten ist außerdem das L-Arginin die Gefäße erweitert und somit eine positive Wirkung auf die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der Blutgefäße hat. Die geweiteten Gefäße können außerdem einen zu hohen Blutdruck senken. Die Pumpleistung des Herzens wird verbessert und die Gefäße werden flexibeler, so kann sogar Krankheiten wie Arteriosklerose vorgebeugt werden.

Auch das Immunsystem wird durch L-Arginin gestärkt, körperfremde oder schädliche Substanzen werden effektiver erkannt und bekämpft.

Da L-Arginin am Stoffwechsel vieler Hormone, insbesondere Insulin, beteiligt ist befassten sich viele Studien mit dem Thema Diabetes. L-Arginin fördert die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse, unterstützt den Insulinstoffwechsel, normalisiert den Insulinwert und reguliert den Blutzucker. Bei Diabetes verbessert L-Arginin die Insulinsensibilität und kann Folgeerkrankungen entgegenwirken.  

Sport:

L-Arginin ist vor allem bei Bodybuildern sehr beliebt und praktisch in jedem Pre Workout Booster Supplement enthalten. Die Sportler spüren einen besseren „Pump“ im Muskel. Durch die verbesserte Durchblutung wird auch der Nährstoff- und Sauerstofftransport in den Muskeln gefördert und die Muskeln bringen mehr Leistung. Die regelmäßige Einnahme von L-Arginin konnte in Studien auch bei Ausdauersportlern eine Leistungssteigerung von bis zu 10% nachweisen.
L-Arginin ist auch Hauptbestandteil des Bindegewebes und Bestandteil von Muskelproteinen. Bei sportlichen Aktivitäten steigert L-Arginin die Ausschüttung einiger Wachstumshormone und verbessert damit den Muskelaufbau.
Auch an der Biosynthese von Kreatin ist L-Arginin entscheidend beteiligt. Kreatin spielt für die Energieversorgung der Muskeln und dem Muskelwachstum eine sehr wichtige Rolle.

Potenz:

L-Arginin verbessert nachweislich die Durchblutung und weitet die Gefäße im Körper und zwar im ganzen Körper 🙂 . Da unser Penis, im Gegensatz zu dem vieler anderer Säugetiere, nicht über einen Penisknochen verfügt, ist er auf eine optimale Duchblutung angewiesen um sich aufzurichten. L-Arginin unterstütz diesen Vorgang nachweislich und kann bei erektiler Dysfunktion helfen sofern diese körperliche und keine psychischen Ursachen hat. Bei gesunden Männern verbessert L-Arginin die Härte und Standfähigkeit.
Auch wenn ich keine Errektionsprobleme habe merkt man durch die Einnahme von Arginin einen Unterschied. Besonders nach der regelmäßigen Einnahme von ca. 3g täglich über mehrere Tage ist die verbesserte Durchblutung deutlich spürbar. Die Errektion ist merkbar schneller und härter, auf die Länge der Errektion bzw. des eigentlichen Aktes hat Arginin keinen Einfluss.
L-Arginin verbessert auch bereits in geringen Dosierungen die Anzahl und die Beweglichkeit von Spermien, für mich als 5 facher Vater eher unwichtig 🙂 .

Meine Erfahrung und Einschätzung

Wirkung, Qualität, Preis-/Leistung, Alternativen

Bei keinem anderen Nahrungsergänzungsmittel fällt mir eine Empfehlung so leicht wie hier. Für wen ich L-Arginin empfehlen würde ist eigentlich ganz einfach, für JEDEN. Von der Einnahme von L-Arginin kann jeder Körper nur profitieren und man sollte es ruhig einmal ausprobieren.

 

Vergleiche ich mal das Preis-/Leistungsverhältnis aller bisher von mir getesteten oder bekannten Nahrungsergänzungsmittel, Sportnahrungen, Getränke und sonstigem Wunderzeug liegt L-Arginin noch weit vor der roten Beete auf dem ersten Platz. Mit keinem anderen Mittel bekommt man für so wenig Geld so viel und so schnell eine Wirkung.

Auch Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten dürften bei gesunden Menschen und normaler Dosierung kein Thema sein.
L-Arginin wird meist durch Fermentation (z.B. von Gerste) hergestellt und ist damit auch für veganer nutzbar.

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