Diese Mal im Test, ein Jubiläumsmodell eines alten Bekannten, der Mizuno Wave Rider 30. Seit 1997 ist der Wave Rider auf dem Markt und ein echter Verkaufsschlager. Der Schuh ist ein absoluter Allrounder und auch ich habe bereits unzählige Kilometer mit vielen seiner Vorgänger abgespult. Bisher hat es Mizuno eigentlich immer geschafft die Charakteristik des Rider sehr gut in die nächste Generation zu übernehmen, auch wenn es das ein oder andere Modell gab, das mir nicht ganz so hundert Prozent gefallen hat. Optisch macht Mizuno mit dem 30. Rider auf jeden Fall einen etwas größeren Schritt und wie bei vielen anderen Mizuno Modellen ist die Wave Plate jetzt nicht mehr sichtbar. Am wichtigsten ist aber ob der Rider 30. sich immer noch, wie ein typischer Rider anfühlt, also mal schauen, ob Mizuno die Rider Charakteristik in das neueste Modell übernommen hat.
📊 TESTFACTS
| TESTER | Patrick |
| TESTZEITRAUM | ca. 3 Wochen |
| HERSTELLER | Mizuno |
| MODELL | Wave Rider 30 |
| KATEGORIE | Laufschuhe, Dämpfung, Neutral |
| EINSATZZWECK | Daily, Training, Wettkampf |
| DÄMPFUNG | Enerzy NXT, Enerzy NXT Nitrogen Infused |
| AUSSENSOHLE | X10 Carbongummi |
| BESONDERHEIT | Wave Plate durchgehend, zweilagige Mittelsohle in verschiedenen Härtegraden |
| OBERMATERIAL | 1BY1-Mesh (Engineered Jacquard Mesh) |
| SPRENGUNG | 8mm (34,5/42,5) |
| FARBE | White/Blue Jewel/Orange.com |
| GEWICHT | ca. 265g (307g bei Größe DE 45) |
| PREIS | 160€ |
Die Wave Rider 30 wurden mir von Mizuno zur Verfügung gestellt. Dieser Bericht ist aber meine persönliche, unabhängige Meinung und wird nicht vom Hersteller beeinflusst. Bilderquelle teilweise: mizuno.com
🏭 HERSTELLERBESCHREIBUNG
Dieser Schuh bietet das ultimative Lauferlebnis wie beim Cruisen dank seiner natürlichen, nahtlosen und sanften Gewichtsverlagerung von der Ferse auf die Zehen.
Sohle
・ Das mit Stickstoff angereicherte Mizuno Enerzy Nxt im oberen Teil der Zwischensohle sorgt für eine hervorragende Energierückgabe und Dämpfung.
・Die untere Zwischensohle besteht aus Mizuno Enerzy Nxt (ohne Stickstoff) mit unterschiedlichen Härtegraden.
・Erstmals in der 30-jährigen Geschichte der WAVE RIDER-Serie mit einer durchgehenden Mizuno Wave-Platte ausgestattet.
・8 mm Sprengung. ・Sohlenhöhe von 34,5–42,5 mm.
・Die Kombination aus dem neuen Mittelsohlenschaumstoff, der neuen Stapelhöhe, der neuen Sprengung und der durchgehenden Mizuno Wave-Platte sorgt für ein ultimatives, geschmeidiges Lauferlebnis.
・Leichte Außensohle mit neu gestalteter Struktur.
Obermaterial
・Mit 1BY1-Mesh.
・Schlichtes, raffiniertes Design.
・Die eng anliegende Fersenform sorgt für einen festen Sitz.
Meistern Sie Ihr Lauftraining mit diesem Modell aus der WAVE RIDER-Serie, das nun mit einer durchgehenden Mizuno Wave-Platte ausgestattet ist. Die mit Stickstoff angereicherte Mizuno Enerzy Nxt-Oberzwischensohle bietet eine unglaubliche Energierückgabe und weiche Dämpfung, während die leichte Außensohle über eine neue, verbesserte Struktur verfügt. Zudem besticht das Obermaterial durch ein schlichtes und dennoch raffiniertes Design aus 1BY1-Mesh. Die Kombination aus dem neuen Mittelsohlenschaumstoff, der präzise abgestimmten Sohlenhöhe, der neuen Sprengung und der durchgehenden Mizuno Wave Plate macht diesen Schuh zum perfekten Begleiter für Anfänger, regelmäßige Jogger und alle, die ein entspanntes Lauferlebnis suchen, während sie ihre Ziele erreichen.
Allows each running shoe from Mizuno to maintain a high standard of breathability and comfort of the upper.
Inspired by nature, Wave is a unique midsole technology that provides both cushioning and stability. Wave‘s unique shape absorbs and disperses the impact at foot strike, which results in a smoother, more cushioned feel on every step.
A high-grade removable insock for premium comfort and cushioning.
🎨 OPTIK/HAPTIK
Wie immer zuerst die kleine Anmerkung: Geschmack liegt natürlich im Auge des Betrachters 🙂 – die folgenden Zeilen sind also wie immer lediglich meine subjektive Meinung.
Optisch macht Mizuno beim Wave Rider 30 tatsächlich einen etwas größeren Schritt als bei den meisten Vorgängerwechseln. Das Design wirkt moderner, cleaner und irgendwie erwachsener als bisher. Die Farbkombination White/Blue Jewel/Orange ist dabei durchaus auffällig, ohne dabei zu schreien – ein gelungener Kompromiss zwischen sportlicher Präsenz und alltäglicher Tragbarkeit.
Besonders ins Auge fällt natürlich die Tatsache, dass die Wave Plate – bisher immer ein markantes optisches Merkmal des Riders – nun nicht mehr sichtbar ist. Wer den Rider kennt, wird den Schuh trotzdem sofort erkennen, denn die DNA der Serie ist nach wie vor erkennbar. Wer ihn nicht kennt, sieht einen modernen, gut proportionierten Alltagsläufer mit einer angenehm zurückhaltenden Ästhetik.
Haptik der Materialien
Das neue 1BY1-Mesh Obermaterial fühlt sich beim ersten Anfassen angenehm weich und leicht an. Die Struktur des Engineered Jacquard Mesh wirkt hochwertiger als bei vielen Vorgängermodellen und verspricht eine gute Balance aus Atmungsaktivität und Unterstützung. Die Ferse fühlt sich eng und gut geformt an, was bereits in der Hand einen guten ersten Eindruck hinterlässt.
Die Mittelsohle gibt bei leichtem Druck spürbar nach, fühlt sich dabei aber nicht schwammig oder übermäßig weich an. Die zweilagige Konstruktion aus Enerzy NXT und dem stickstoffangereicherten Enerzy NXT lässt bereits beim Drücken erahnen, dass hier ein gutes Maß an Dämpfung und Reaktivität kombiniert wurde.
Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitungsqualität des Wave Rider 30 macht auf den ersten Blick einen sehr soliden Eindruck. Saubere Nähte, keine Klebereste, hochwertige Materialien – alles was man für 160€ erwarten darf ist vorhanden und wirkt durchdacht. Auch die Übergänge zwischen Ober- und Mittelsohle sowie die Integration der Außensohle sind sauber und sorgfältig ausgeführt. Mizuno hat hier wie gewohnt gute Arbeit geleistet.
Oh nein, der schöne Karton!
Der Karton des Mizuno Wave Rider 30 ist ein echter Hingucker und macht auf jedem Regal eine gute Figur, also theoretisch. Denn während ich bereits den Hyperwarp Pure in diesem schönen Karton, der sicher und makellos in einem 2. Karton verpackt war, erhalten habe, hat Mizuno dieses Mal einfach den Karton als Paket genutzt und ihn komplett zugeklebt und den Paketaufkleber dran gepappt, entfernen ohne den Karton zu zerstören unmöglich. Ich hoffe Mizuno hat das nur bei mir und anderen PR Testern gemacht und übernimmt dieses Vorgehen nicht auch für „normale“ Kunden.












🔄 Was ist neu beim Mizuno Wave Rider 30?
Wer den Wave Rider 29 kennt, wird den Unterschied bereits beim ersten Blick erkennen.
Die Zwischensohle ist deutlich voluminöser geworden. Mizuno setzt erstmals auf eine zweilagige Konstruktion aus ENERZY NXT. Dabei kommen zwei unterschiedlich abgestimmte Schaumschichten zum Einsatz, die Komfort und Stabilität miteinander verbinden sollen.
Auch die bekannte Wave Plate wurde vollständig überarbeitet. Sie verläuft nun über die komplette Länge des Schuhs und arbeitet harmonischer mit der neuen Zwischensohle zusammen. Das Ergebnis soll ein gleichmäßigeres Abrollverhalten sein, ohne die für Mizuno typische Stabilität einzubüßen.
Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Sprengung. Statt der bisher klassischen 10 Millimeter setzt Mizuno nun auf 8 Millimeter. Dadurch steht der Läufer etwas natürlicher im Schuh, gleichzeitig wirkt der Übergang vom Mittelfuß zum Vorfuß flüssiger als bei früheren Generationen.
Auch das Obermaterial wurde komplett neu entwickelt. Das Engineered Jacquard Mesh fällt weicher aus, passt sich dem Fuß besser an und verbessert laut den ersten Testberichten insbesondere den Langstreckenkomfort.
In Summe verfolgt Mizuno mit dem Wave Rider 30 ein klares Ziel: Der Schuh soll sich moderner, komfortabler und vielseitiger anfühlen, ohne dabei seine Identität als zuverlässiger Trainingsschuh zu verlieren.


🏃♂️ LAUFEN MIT DEM RIDER 30

Die Fersenpartie sitzt eng und sicher, was von Anfang an für einen guten Halt sorgt. Die Schnürung lässt sich problemlos an verschiedene Fußformen anpassen und verteilt den Druck gleichmäßig über den Spann. Größenmäßig würde ich empfehlen, die gewohnte Größe zu wählen – der Schuh passt sehr ordentlich.
Und jetzt zur eigentlich spannenden Frage: Fühlt sich der Rider 30 noch wie ein echter Rider an?
Kurze Antwort: Ja, tut er. Aber der Reihe nach.
Auf den ersten Metern fällt auf, dass Mizuno beim Rider 30 technisch einiges verändert hat. Die wohl bedeutendste Neuerung in der 30-jährigen Geschichte des Modells ist die erstmals durchgehende Wave Plate. Bisher war die Wave Plate immer zweiteilig ausgeführt, nun zieht sie sich von der Ferse bis zur Zehenspitze durch – und das macht sich durchaus bemerkbar.
Der Abrollvorgang wirkt dadurch nochmal etwas fließender und gleichmäßiger als bei den Vorgängern. Der typische, leicht federnde und kontrollierte Charakter des Riders ist aber klar erkennbar und erhalten geblieben. Wer bereits mit dem Rider 27, 28 oder 29 unterwegs war, wird sich sofort heimisch fühlen – der Schuh wurde weiterentwickelt, nicht neu erfunden.
Im Gegensatz zu vielen aktuellen Trainingsschuhen mit Carbon- oder Pebax-Platten und aggressiver Rocker-Geometrie bleibt der Wave Rider 30 seinen Wurzeln treu. Die Wave Plate agiert hier nicht als Vortriebsgeber oder als Element das den Laufstil aktiv verändert, sondern primär als Dämpfungs- und Stabilisierungselement – und das ist gut so.
Der Schuh lässt dem Läufer die Kontrolle, unterstützt dabei aber auf eine angenehme, fast unmerkliche Art und Weise. Für Fersenläufer, Mittelfußläufer und alles dazwischen funktioniert der Rider 30 problemlos – das ist und bleibt eine der großen Stärken dieser Serie.
Was sich bei kurzen Einheiten bereits angenehm anfühlt, bestätigt sich auch auf längeren Distanzen. Der Schuh ermüdet nicht, bleibt über die gesamte Laufdauer angenehm und konstant im Laufgefühl und macht auch nach 20km keine negativen Überraschungen. Genau das macht einen guten Alltagsschuh aus.
🧱 DÄMPFUNG

Enerzy NXT Nitrogen Infused (obere Schicht): Das mit Stickstoff angereicherte Material verspricht eine außergewöhnliche Weichheit, ein federndes Laufgefühl und eine beeindruckende Energierückgabe. Es ist die Komfortschicht, die direkt unter dem Fuß sitzt und für das weiche Einsinken beim Aufsetzen sorgt.
Enerzy NXT (untere Schicht): Das reguläre Enerzy NXT in verschiedenen Härtegraden bildet das Fundament der Mittelsohle. Es ist fester als die obere Schicht und sorgt für Stabilität, Kontrolle und verhindert, dass der Fuß zu tief in die Dämpfung einsinkt.
Bei der Betrachtung von Schuhen mit dicken Mittelsohlen vermuten besonders Nicht-Läufer oder Läufer mit wenig Laufschuherfahrung wahrscheinlich ein superweiches, schwammiges Laufgefühl, bei dem der Fuß bei jedem Schritt tief in ein fluffiges Kissen eintaucht. Der heutige Stand der Materialtechnik ist jedoch etwas anders. Die Sohlen sind zum einen so dick, damit man eine Platte darin verarbeiten kann, und zum anderen, um ein Maximum an Dämpfung und Reaktivität zu erreichen, ohne dabei an Kontrolle zu verlieren.
Die meisten aktuellen Dämpfungsmaterialien werden inzwischen mit irgendeinem Gas aufgeschäumt – in diesem Fall Stickstoff. Das verringert das Gewicht und sorgt für den sogenannten „Bounce“-Effekt. Vorreiter dieses Verfahrens war wahrscheinlich Adidas mit seinem Boost-Schaum.
In der Praxis ist es mir aber ehrlich gesagt relativ egal, wie oder woraus eine Dämpfung produziert wurde oder ob sie einen coolen Namen oder Werbeslogan hat – Hauptsache, sie funktioniert so wie ich es mag.
Die Dämpfung des Wave Rider 30 ist weicher als bei seinen Vorgängern, aber deutlich kontrollierter als ich bei der Stapelhöhe von 42,5mm erwartet hätte. Der Fuß sinkt beim Aufsetzen angenehm ein, aber nicht so tief, dass man das Gefühl hat, im Schaum zu versinken. Die untere, festere Schicht fängt den Fuß sauber auf und gibt ihm eine stabile Plattform.
Die Reaktivität des Materials finde ich sehr gut. Ich habe nicht das Gefühl, zusätzliche Energie aufbringen zu müssen, um gegen die Dämpfung anzukämpfen. Aussagen wie „katapultartig“ oder „explosionsartig“ halte ich aber auch hier für übertrieben – der Rider 30 ist komfortabel und reaktiv, aber kein Superschuh, der einen nach vorne schießt.
Was sich bei kurzen Einheiten einfach nur angenehm und geschmeidig anfühlt, wird bei längeren Läufen zum echten Vorteil. Dass man bei jedem Schritt ein klein wenig weniger Energie aufbringen muss und der Bewegungsapparat etwas weniger durch harte Schläge belastet wird, summiert sich und kann das Lauferlebnis auf langen Distanzen komplett verändern.
Mir persönlich gefällt die Dämpfung des Rider 30 extrem gut. Die Entscheidung von Mizuno, zwei unterschiedliche Härtegrade zu kombinieren, war definitiv richtig und sorgt für eine Balance aus Komfort und Kontrolle, die man bei vielen Konkurrenzmodellen in dieser Dämpfungsklasse vergeblich sucht.
🦶 GRIP/AUSSENSOHLE
Die Außensohle des Wave Rider 30 besteht aus dem bewährten X10 Carbongummi, das Mizuno-Fans seit Jahren kennen und schätzen. Der Gummi ist extrem langlebig und bietet sowohl auf trockenem als auch auf nassem Asphalt einen zuverlässigen Grip.
Mizuno hat die Struktur der Außensohle beim Rider 30 neu gestaltet und gleichzeitig Gewicht eingespart. Die Gummielemente sind strategisch an den wichtigsten Abrieb- und Kontaktpunkten platziert, während in weniger beanspruchten Bereichen die Mittelsohle direkt Bodenkontakt hat. Das spart Gewicht, ohne die Haltbarkeit nennenswert zu beeinträchtigen.
Bei Trockenheit macht die Sohle, was sie soll, und bereitet auch bei schnelleren Läufen, Richtungswechseln oder engen Kurven keinerlei Grip-Probleme. Auf nassem Untergrund hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, unsicher zu stehen oder wegzurutschen. Lediglich auf glatten, nassen Fliesen oder Metallgittern sollte man – wie bei den meisten Straßenlaufschuhen – etwas vorsichtiger sein. Der Grenzbereich ist aber gut definiert und leicht einschätzbar, wodurch man plötzliche Rutsche relativ gut vermeiden kann.
Der Abrieb ist nach meinen ca. drei Wochen Testzeit und diversen Kilometern auf Asphalt, Gehwegen und festem Schotter praktisch nicht vorhanden. Der X10 Gummi ist einfach extrem robust – hier wird man auch nach mehreren hundert Kilometern noch Freude haben. Eine Laufleistung von 800–1000km+ (abhängig vom Gewicht und Laufstil des Läufers) halte ich für absolut realistisch.

🧵 OBERMATERIAL

Besonders im Vorfußbereich ist das Mesh ausreichend offenporig und atmungsaktiv. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen, bei denen ich den Schuh getestet habe, war die Belüftung absolut ausreichend. Kein übermäßiges Schwitzen, kein unangenehmes Hitzegefühl – das passt. Die Einschätzung, dass das Material zu warm sein könnte, kann ich zumindest für meine Testbedingungen nicht bestätigen.
Die Zunge ist gut gepolstert und liegt angenehm auf dem Spann, ohne zu drücken oder zu verrutschen. Die eng anliegende Fersenform sorgt für den bereits erwähnten festen Sitz und rundet das Gesamtpaket ab.
Insgesamt ist die Verarbeitung des Obermaterials auf einem sehr hohen Niveau – das kennt man aber auch von Mizuno, da gab es eigentlich selten Grund zur Beanstandung.
🖼️ GALLERIE
🖼️ KI GALLERIE
🎯 FAZIT
Mizuno liefert mit dem Wave Rider 30 ein Jubiläumsmodell ab, das den typischen Rider-Charakter beibehält und gleichzeitig technologisch auf ein neues Level hebt. Der Schuh sieht nicht nur modern und aufgeräumt aus, sondern ist auch technisch auf dem aktuellsten Stand.
Die Passform ist typisch Mizuno – sicher, komfortabel und für eine breite Masse an Läufern geeignet. Wer sehr breite Füße hat, sollte allerdings vorher anprobieren. Die Schnürung funktioniert tadellos und die Fersenkappe hält den Fuß bombenfest.
Die Dämpfung wurde im Vergleich zu den Vorgängern spürbar weicher und reaktiver. Die Kombination aus stickstoffangereichertem Enerzy NXT in der oberen Schicht und festerem Enerzy NXT in der unteren Schicht sorgt für ein komfortables, aber kontrolliertes Laufgefühl. Der Schuh ist weich, ohne dabei schwammig zu wirken – eine Balance, die nicht jedem Hersteller gelingt.
Die durchgehende Wave Plate ist das eigentliche Highlight des Rider 30. Sie sorgt für einen butterweichen Übergang von der Ferse zum Vorfuß und gibt der weichen Mittelsohle die nötige Struktur. Anders als bei Carbonplatten-Schuhen funktioniert die Wave Plate auch beim Fersenlauf hervorragend, was den Rider 30 zu einem echten Allrounder für verschiedenste Laufstile macht.
Die Außensohle aus X10 Carbongummi macht ihren Job gewohnt zuverlässig und weist praktisch keinen Verschleiß auf. 800–1000km+ sollten problemlos drin sein.
Die UVP von 160€ macht den Wave Rider 30 nicht zum Schnäppchen, ist aber im aktuellen Marktumfeld absolut fair. Viele Konkurrenzmodelle in dieser Kategorie kosten ähnlich viel oder sogar mehr. Mizuno spart nicht an Technologien oder Qualität, und der Schuh ist sein Geld definitiv wert.
Bei der Anschaffung sollte man jedoch im Hinterkopf behalten, dass der Schuh mit 42,5mm Stapelhöhe bei offiziellen World Athletics Wettkämpfen nicht zugelassen ist. Für Volksläufe und das tägliche Training ist das aber völlig irrelevant.
Ob lockerer Dauerlauf, langer Long Run oder zügige Tempoeinheit – der Rider 30 macht alles mit und das auf einem richtig hohen Niveau. Wer einen zuverlässigen Daily Trainer sucht, der Tag für Tag Spaß macht und gleichzeitig auf langen Distanzen nicht schlapp macht, kommt am Wave Rider 30 kaum vorbei.
Zum 30. Geburtstag hat Mizuno mit dem Rider nicht einfach nur ein Update geliefert, sondern ein echtes Statement gesetzt. Für mich persönlich ist der Wave Rider 30 der beste Rider seit langem – vielleicht sogar der beste Rider überhaupt.


Alternativen zum Mizuno Wave Rider mit ähnlichen Eigenschaften
| Hersteller | Modell | Sprengung | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| Brooks | Ghost 16 | ca. 12 mm | ca. 140 € |
| ASICS | Gel-Nimbus 27 | ca. 10 mm | ca. 180 € |
| Saucony | Ride 17 | ca. 8 mm | ca. 150 € |
| New Balance | Fresh Foam 880 v14 | 8 mm | ca. 150 € |
| HOKA | Clifton 9 | ca. 5 mm | ca. 150 € |
| On | Cloudgo | ca. 10 mm | ca. 160 € |
| Nike | Air Zoom Pegasus 40 | ca. 10 mm | ca. 130 € |
Preise sind ohne Gewähr und können abweichen
❓ FAQs – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Für welche Läufer ist der Mizuno Wave Rider 30 am besten geeignet?
Der Wave Rider 30 ist ideal für Läufer, die einen komfortablen und gut gedämpften Allrounder für das tägliche Training suchen. Er eignet sich besonders gut für Läufer, die Wert auf ein angenehmes, geschmeidiges Laufgefühl legen und ihre Gelenke schonen möchten. Einsteiger, regelmäßige Jogger und erfahrene Läufer werden gleichermaßen mit dem Schuh glücklich.
Kann ich den Wave Rider 30 für Wettkämpfe nutzen?
Für Volksläufe und nicht offiziell gewertete Wettkämpfe: ja, absolut. Für offizielle World Athletics Wettkämpfe (z.B. große City-Marathons) ist der Schuh mit 42,5mm Stapelhöhe allerdings nicht zugelassen, da die 40mm-Grenze überschritten wird.
Wie ist die Passform des Wave Rider 30? Fällt er größengetreu aus?
Die Passform ist typisch Mizuno – im Mittelfußbereich eng und sicher, in der Zehenbox ausreichend breit. Der Schuh fällt größengetreu aus. Wer sehr breite Füße hat, sollte den Schuh vor dem Kauf anprobieren.
Welche Technologien stecken in der Mittelsohle des Wave Rider 30?
Die Mittelsohle besteht aus zwei Schichten: oben stickstoffangereichertes Enerzy NXT (Nitrogen Infused) für weiche Dämpfung und Reaktivität, unten reguläres Enerzy NXT in verschiedenen Härtegraden für Stabilität. Zusätzlich ist erstmals eine durchgehende Wave Plate verbaut.
Wie unterscheidet sich der Wave Rider 30 vom Wave Rider 28/29?
Der Wave Rider 30 ist stärker gedämpft, weicher und reaktiver als seine Vorgänger. Die Stapelhöhe ist gewachsen, das Gewicht ist trotzdem gesunken. Die durchgehende Wave Plate verändert den Abrollvorgang spürbar in Richtung eines flüssigeren, geführteren Übergangs. Die Rider-DNA ist aber nach wie vor klar erkennbar.
Wie hoch ist die Lebensdauer des Mizuno Wave Rider 30?
Die Lebensdauer des Wave Rider 30 beträgt schätzungsweise ca. 800–1000km+ (abhängig vom Gewicht und Laufstil des Läufers). Der X10 Carbongummi der Außensohle ist extrem langlebig.
Ist der Wave Rider 30 auch für Fersenläufer geeignet?
Ja, im Gegensatz zu vielen Schuhen mit Carbon- oder Pebax-Platten funktioniert die Wave-Technologie von Mizuno auch beim Fersenlauf hervorragend. Die Wave Plate agiert nicht gegen den Läufer, sondern unterstützt den Abrollvorgang unabhängig vom Aufsetzpunkt.
Erkunden Sie auch meine Lauftipps für Anfänger und Profis
Mizuno Wave Rider 30
160€Pros
- komfortabele und reaktive Dämpfung
- gute Passform
- 8mm Sprengung passen gut zum Schuh
- sehr guter Allrounder, fühlt sich bei allen Paces und allen Laufstilen wohl
- ordentlicher Grip
- sehr haltbare Außensohle
- gute Schnürung mit zusätzlichen oberen Löchern
- angenehmes Obermaterial
Cons
- mit über 40mm Mittelsohlendicke keine Zulassung für offizielle Marathons























